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Tierrechtsorganisation organisiert farbenfrohen & spektakulären Protest gegen die Stierquälerei des Festivals von San Fermin



von am 05.07.08, 22:14 in Vereine + Verbände
(openpresse) Pamplona / Aschaffenburg – Fast nackt und blutig liegt Brigit Wagner heute auf den Straßen von Pamplona. In ihrem Rücken stecken Banderillas, die spitzen, hölzernen Dolche mit denen die Stiere beim Festival in San Fermin geschwächt und getötet werden. Die 33-jährige Deutsche protestiert so gegen das grausame Stierrennen und die darauf folgenden Stierkämpfe. Die farbenfrohe Demonstration wird von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) heute am 5. Juli veranstaltet – zwei Tage vor dem Stierrennen. Teilgenommen haben fünfzig Menschen: einer für jeden der 50 Stiere, die während des 1-wöchigen Festivals von San Fermin abgeschlachtet werden.



Frau Wagner wird am 6. Juli wieder in Deutschland sein und dann für Interviews zu dem Protest und ihren anderen Aktivitäten bei PETA Deutschland e.V. zur Verfügung stehen.



Warum erklärt sich Birgit Wagner bereit, alle Hüllen für die Stiere von Pamplona fallen zu lassen? Sie möchte die Menschen über die nackte Wahrheit der Grausamkeiten der Stierkämpfe aufklären. Der Stier wird schon vor dem Rennen mit Elektroschocks und spitzen Stöcken gereizt, danach in der Arena gequält und geschlachtet. An jedem Tag des einwöchigen Festivals finden Stierkämpfe statt. Noch bevor die Stierkämpfe beginnen, werden die Tiere oft mit Beruhigungsmitteln und Schlägen ruhig gestellt, man reibt ihnen Vaseline in die Augen, um sie blind zu machen. Während dem „Kampf“ sticht man den Stieren mit Banderiallas in die Schultern, was sie durch den Blutverlust noch weiter schwächt.



Selbst der Widerstand in Spanien wird immer größer. 72% der Spanier interessieren sich nicht für Stierkämpfe, verglichen mit nur 54% in den 80er Jahren. Nachdem der Stadtrat von Barcelona im April 2004 Barcelona in dem Versuch, diesen primitiven Blutsport endlich für immer zu beenden, zur Stierkampffreien Stadt erklärt hatte, schlossen sich auch andere Städte wie Torello, Calldetenes und Olot an – die Stadt mit dem zweitältesten Stierkampfring Spaniens.



Birgit Wagner hierzu: „Tiere zu unserer Unterhaltung zu quälen und abzuschlachten ist ein Spektakel aus der Steinzeit. Ich lasse gerne alle Hüllen fallen, wenn ich damit auf die Grausamkeiten des Stierrennens und der Stierkämpfe aufmerksam machen kann.“



PETA Deutschland e.V. ist zusammen mit seinen Schwesterorganisationen mit über zwei Millionen Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen
 
 
 
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